Shin-Gi-Tai Kai Karate Dō


 

Karate-„dō“ (jap.空手道 ‚Weg der leeren Hand‘)

 

Karate wurde früher nur als das bezeichnet, was sie war: Eine Kriegskunst der "Leeren Hand". Da aber Kobudō (Waffentraining) zwinglich dazugehört, ist das so nicht ganz richtig, wenn man auf die rein okinawanischen Ursprünge blickt. Da Anfang des 19. Jahrhunders zunehmend eine geistige Variante berücksichtigt werden sollte, fügte man das "dō" hinzu. Was auf den Weg der Reifung und somit der charakterlichen Schulung hindeuten soll. Ziel ist in jedem Fall, ein besserer Mensch zu werden.

Die früher Herkunft und somit die andere Schreibweise (bis in die 1930er Jahre唐手“) bedeutete "Chinesische Hand". Daraus wurde das heutige "Leere Hand" oder  "唐手".

 

Nach alten Legenden (die ich einfach so glauben möchte), kam Meister Bodhidharma aus Persien über Südindien zu einem Shaolin Kloster in China. Dort begründete er den Zen-Buddhismus. Damit die ungeübten Mönche die langen Meditationsphasen unbeschadet überstanden, ersann er Leibesübungen. Angeblich sei so das Shaolin Kung Fu entstanden, aus dem sich viele Zweige reckten. Dass Karate auf jeden Fall chinesische Einflüsse aufweist, sieht man allein am Shitō-Ryū. Meister Gogenki überlieferte Kenwa Mabuni zahlreiche Übungsformen, zumeist den des Weißen Kranich - Stiles. Kranich - Kata wie "Haufa", "Nipaipo" oder "Papuren" verdeutlichen das eindrucksvoll. Doch wie bereits beschrieben ist das Legende und historisch nicht nachweisbar.

 

Shitō-Ryū (jap. 糸東流, dt. "Schule von Shi und Tō") ist eine Karate-Stilrichtung. Sie wurde 1934 von Kenwa Mabuni in Osaka gegründet. Mabuni vereinigt unter anderem die Stilrichtungen Shōrin-Ryū und Shōrei-Ryū; in seinem Stil finden sich aber auch Einflüsse des "White Crane" Stiles aus China. Typisch für die okinawanisch orientierten Stilrichtungen ist das "dō", der Weg, das ausserhalb des Körperlichen auch die Charakterschule beinhaltet.

Sōke Ke `nei Mabuni
Sōke Ke `nei Mabuni

 Viele Einflüsse, nicht nur okinawanische, sondern vor allem auch chinesische Konzepte, sind in Mabunis Stil zusammengeführt. Begründet liegt dies darin, dass Mabuni Kenwa zwei Meister hatte: Higashionna Kanryō und Itosu Yasutsune. Mabuni ehrte beide Meister dadurch, dass er nach jeweils einer Silbe im Namen seiner Meister seine Stilrichtung benannte. Somit wurden Elemente des Shōrin-Ryū (Itosu) mit Shōrei-Ryū Elementen (Higashionna) verbunden.

1952 starb Mabuni Kenwa, und damit begann eine Aufteilung des Shitō-Ryū. Sein offizieller Nachfolger und Erbe wurde Mabuni Ken’ei, rechts im Bild. Sein zweiter Sohn Mabuni Kenzo sowie andere Meister des Shitō-Ryū gründeten eigene Interpretationen der Stilrichtung.  Neben Shōtōkan, Wadō-Ryū und Gōjū-Ryū wird Shitō-Ryū heute als eine der vier Hauptrichtungen des Karatedō angesehen. Eine Besonderheit dieser Stilrichtung liegt in der hohen Anzahl der gelehrten Kata. Dementsprechend ist der Fokus der Lehre auf die Perfektion der zahlreichen Formen gerichtet.

 

Als Ken'ei Mabuni in Guatemala ein Seminar gab, fand sich ein Schüler ein: Carlos Molina (links im Bild, Mitte). Heute ist Shihan Carlos Molina mit seinem 8. Dan der höchste Deutsche Karataka im Shito Ryu. Auf Mabunis direkten Wunsch brachte er Shito Ryu nach Deutschland und hat ein Dojo in Berlin.
Regelmäßig gibt Carlos Molina Seminare und viele Schüler in Deutschland folgen ihm und Mabunis Lehre.
Shihan Carlos legt zunehmend Wert auf Dojokun und Go Do Shin, zusätzlich zum Training soll so der Charakter geschult werden, ganz im Sinne Mabunis.

Von links: Silvi Pellegrini, 5. Dan, Carlos Molina, 9. Dan, rechts unten Fumio Demura, 9. Dan Shito Ryu
Von links: Silvi Pellegrini, 5. Dan, Carlos Molina, 9. Dan, rechts unten Fumio Demura, 9. Dan Shito Ryu

 

Silvi Pellegrini, 5. Dan Shito Ryu gründete in Osnabrück ein Karate-Dojo und zählt heute 15 Schüler.


Die Besonderheit unserer Schule ist, dass Silvi Pellegrini über Carlos Molina, Ken'ei Mabuni bis Kenwa Mabuni in direkter Linie des Gründers der Stilrichtung Shito Ryu steht. Das ist ein einzigartiger Fakt im Kampfsport.
Shito Ryu widmet sich dem traditionellen Karate und kommt daher ohne die Verzerrungen aus, die das Wettkmpfkarate beinahe zwangsläufig mit sich bringt. Somit bleibt die Stilrichtung ganz im Sinne von Mabuni unverfälscht, darauf sind wir besonders stolz.

Trainingszeiten:

 

Montag:    1500 - 1630 Uhr (FlexiTraining, Prüfung)
Mittwoch: 1800 - 1930 Uhr (Anfänger + Fortgeschrittene)
Freitag:      1800 - 1930 Uhr (Alle)
Samstag:  1000 - 1200 Uhr (MIXED)

 

Trainingsort:

 

Shin-Gi-Tai Kai e.V.
Richterskamp 7
49078 Osnabrück

 

Kontakt:
www.shingitai-osnabrueck.de
Facebook: Shin-Gi-Tai-Kai Osnabrück e.V.
Email: shitoryu(at)shingitai-osnabrueck.de

Sensei

 

 

Silvia Pellegrini

 

 

5. Dan Iaidō
5. Dan Shitō ryu Karate dō

Stilrichtungsreferentin für Shitō-Ryū in Niedersachsen(KVN),

DKV-Karatelehrerin, DOSB Trainer B-Lizenz

A-Prüferlizenz DKV

 

Senpai

Tom Imeyer

 

2. Dan Iaidō

1. Dan Shitō ryu

Günter Oberle

 

1. Dan Shitō ryu

Tom Buntrock

 

2. Dan Iaidō

1. Dan Shitō ryu

2. Kyu Kyokushinkai

3. Kyu Judō

Anja Günter

 

1. Kyu Shitō ryu

Stefan Wegner

 

3. Kyu Shitō ryu