Budō - Osnabrück


Budō (jap. 武道, deutsch: „Militärweg, Kriegsweg“) wird oft mit Bushi (jap. 武士道, wörtlich „Weg () des Kriegers (Bushi)“) verwechselt. Beide sind miteinander verwandt, aber im Grundsatz verschieden. Während Budō der Oberbegriff für alle japanischen Kampfkünste von Jiu Jitsu über Sumō bis Iaidō – im Gegensatz zu den traditionellen Bujutsu-Kriegskünsten – markiert, enthält Budō außer des erlernens der reinen Kampftechnik noch eine „innere“ -Lehre oder auch -Philosophie. Hier mischen sich die Fähigkeiten mit Zen.

Da die japanischen Kampfkünste ihren Ursprung in China, Korea und Indien haben, beziehen wir "Budō" hier auf alle Kampfsportarten / künste. Denn eines ist uns allen gleich: Wir sind Kämpfer, Krieger. Nicht immer, wie zum Beispiel in den traditionellen Karate-Stilen, ist "Kampf" der Inhalt des Stiles und des Übens, wie zum Beispiel das Kyokushinkai, das sich zu einer reinen Vollkontakt-Sportart entwickelt hat.

 

Während Bujutsu der Oberbegriff der reinen Kampftechniklehre ist, die die Effizienz nach außen als Priorität hat, ist das Budō eine auf das Innere des Übenden abzielende Tätigkeit. Wie in vielen japanischen Künsten liegt im Budō (als Synonym für Kampf-Kunst) der Sinn eher im „Tun“ als im Ergebnis (wie etwa im reinen Kampfsport). Es geht vielmehr um einen Prozess, dessen Ergebnis offen und oft auch nebensächlich ist. Insofern ist die falsche Verwendung des Begriffes „Budō-Sport“ ein Paradoxon und sprachlicher Lapsus, denn er beschreibt nicht das ganze Bild.

Bushidō hingegen beschriebt den Verhaltenskodex und die Philosophie der Samurai, deren Wurzeln bis ins späte japanische Mittelalter zurückreichen. Die Grundzüge wurden dem Shintō, Buddhismus und Konfuzianismus entlehnt. Seine Ausprägung und Popularität verdankt der Begriff dem 1899 in englischer Sprache entstandenen Werk Bushido – the Soul of Japan von Inazo Nitobe. Insofern handelt es sich um einen mit Idealvorstellungen durchsetzten Rückblick, der im 20. Jahrhundert weiter interpretiert und z. T. auch instrumentalisiert wurde. Als Nitobe gegen Ende des 19. Jahrhunderts sein Werk verfasste und hierfür den Namen Bushidō wählte, war ihm nicht bewusst, dass der Ausdruck schon existierte.

 

„Bushidō ist also der Kodex jener moralischen Grundsätze, welche die Ritter beachten sollten. Es ist kein in erster Linie schriftlich fixierter Kodex; er besteht aus Grundsätzen, die mündlich überliefert wurden und nur zuweilen aus der Feder wohlbekannter Ritter oder Gelehrter flossen. Es ist ein Kodex, der wahrhafte Taten heilig spricht, ein Gesetz, das im Herzen geschrieben steht. Bushidō gründet sich nicht auf die schöpferische Tätigkeit eines fähigen Gehirnes oder auf das Leben einer berühmten Person. Es ist vielmehr das Produkt organischen Wachsens in Jahrhunderten militärischer Entwicklung.“

Inazo Nitobe[2]

 

Die Begriffe Budō und Bushidō  haben auch noch eine übertragene Bedeutung: als Methode zur Selbstverwirklichung und Selbstkontrolle. Die ersten Budō-Systeme sind in der vergleichsweise friedlichen Edo-Periode (1600–1868) und dann, wie viele Do/Dao-Künste, auch unter dem wachsenden Einfluss des Zen entstanden, als die Samurai keine Kriege mehr führen mussten und sie Zeit für das Üben der Kampf-„Künste“ im Sinne der Selbstschulung hatten. Wenn man alle Einflüsse zusammenzieht und unter dem Befgriff Budō zusammenfügt, entsteht das Bild eines einzigartigen Konglomertates aller Kampfkünste.

 

Unser Ziel ist es, die Osnabrücker Kampfkunstschulen zusammenzuführen. Wir wollen erreichen, dass wir als Kampfkünstler zusammenhalten, miteinander arbeiten und füreinander da sind. Das sollte bestenfalls bei Achtung und Respekt beginnen und bis zu gegenseitiger Unterstützung reichen. Lasst es uns einfach machen. Wir haben gemeinsam nichts zu verlieren und alles zu gewinnen!

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