Iaidō: japanischer Schwertkampf

Eine alte Bezeichnung für Iaidō lautet „Battōjutsu“ (Kunst des Schwertziehens).
Das kommt daher, dass das Ziehen und der erste Schnitt eine Bewegung sind.
Bei entsprechenderAusführung des Bewegungsablaufes konnte der erste
Schnitt auch schon tödlich sein. Das konzentriert den Zweikampf auf einen Moment,
einen Schnitt. Daraus ist zu verstehen, dass die mentale Stärke des
Samurai als kampfentscheidend angesehen wurde.

Eine spätere Bezeichnung war dann Iaijutsu und in den 1960er-Jahren nahmen viele Disziplinen das -dō an Stelle des -jutsu in ihren Namen auf, um damit die geistige Seite des Übens gegenüber der reinen Technik aufzuwerten. So kam es zur heute üblichen Bezeichnung: Iaidō.

 

Iaido basiert zwar auf dem Schwertkampf des mittelalterlichen Japan, ist aber im herkömmlichen Sinne kein „Kampf-Sport“.

 

Es ist keine Selbstverteidigung. Es ist kein Sport. Es ist keine Mannschaftssportart. Es ist nicht die effektivste, beste, tödlichste Budokunst. Es ist aber auch keine Meditation (im üblichen Sinne) und die Gemeinschaft der Übenden ist dennoch wichtig.

 

 

Wenn Iaido auch keine Selbstverteidigung ist, so greift dennoch ein imaginärer Gegner an und wird besiegt. Dieser Gegner ist die eigene Person als Projektion. Jeder kämpft gegen sich: jeder verliert und gewinnt gleichzeitig. Sollte sich eine reale Person an der Stelle des imaginären Gegners befinden, dann wäre Iaido durchaus effektiv. Insofern grenzt sich Iaido von allen allgemein bekannten Kampfsportarten oder Kampfkünsten ab.

 

 

Das Üben konzentriert sich zunächst auf die richtige Technik im Umgang mit dem Schwert, auf die richtige Körperhaltung und auf die richtige Umgangsform. Das Üben sieht dabei sehr unspektakulär aus. Die wahre Schlacht tobt im Inneren des Übenden, denn es findet ein Kampf auf Leben und Tod statt.

 

Iaido ist eine Lebenseinstellung, die das Meistern des Schwertes nutzt, um das eigene Ich zu meistern. „Achtsamkeit“, „Work-Life-Balance“, usw. sind moderne Begriffe der westlichen Welt. Im Iaido gibt es schon lange das formulierte Ziel: Ki-Ken-Tai-Ichi (~ Einheit von Energie, Schwert und Körper).

Im Jahre 2007 bekam Christian Haarmann von Karl-Heinz Lübcke den Auftrag, ein Iaido Dojo in Osnabrück im Zusammenhang mit seinem Umzug zu gründen. 2008 nahm das Dojo seinen Betrieb auf und ihm wurde der Name „Hakushinkai Osnabrück“ verliehen. Dadurch wird auch deutlich, dass es in der Tradition von Hakuo Sagawa Sensei (9. Dan Iaido, Hanshi) steht. Dieser brachte Iaido nach Deutschland und gab seinem Schüler Karl-Heinz Lübcke (7. Dan Iaido, Kyoshi) den Auftrag, Iaido zu verbreiten.


Das Dojo ist im Osnabrücker Sportclub und in der Deutschen Iaido Vereinigung organisiert. Die Mitglieder des Dojos nehmen zusätzlich zum Üben im Dojo an Lehrgängen teil, die das Jahr über auf der Ebene des Verbandes ausgerichtet werden.

Trainingsort:

Berufschulzentrum am Westerberg, Stüvestraße 35 in 49076 Osnabrück


Trainingszeit:

Montag: 18:30 - 20:00 Uhr Berufschulzentrum Westerberg, Halle 1

Freitag: 18:00 - 19:30 Uhr Berufschulzentrum Westerberg, Halle 1
Lehrer: Christian Haarmann (4. Dan Iaido, Präsident der Deutschen Iaido Vereinigung)

 Email: iaido.osnabrueck@gmx.de

 

https://www.osnabruecker-sportclub.de/hauptverein/sportarten/kampfsport-kunst/iaido/

https://www.instagram.com/iaido_hakushinkai_osnabrueck/?hl=de

https://www.facebook.com/Iaido.Dojo.Osnabrueck/